Wien führte die Musiker Erich Höbarth, Andrea Bischof, Anita Mitterer und Christophe Coin im Concentus Musicus zusammen. Aus der gemeinsamen Begeisterung für die großen Komponisten der Wiener Klassik entstand 1985 die Idee des Quatuor Mosaïques.
Geprägt durch die jahrelange Erfahrung mit historischen Instrumenten aber auch durch die große mitteleuropäische Kammermusiktradition entstand eine sehr persönliche Spielweise. Dabei wird der Poesie des Details im Verhältnis zum großen Bogen der musikalischen Rede ebensoviel Aufmerksamkeit geschenkt wie der Intimität des einzelnen Streichquartetts mit Blick auf das kammermusikalische Gesamtwerk. So ergeben sich mehrere Ebenen der Interpretation die, aus gebührendem Abstand betrachtet, das musikalische Mosaik des 18. und 19. Jahrhunderts entstehen lassen.
Erweitert wird diese Grundidee durch die Wiederentdeckung unbekannter Meisterwerke der Klassik (Hyacinthe und Louis-Emmanuel Jadin, Boccherini...) und die Mitwirkung befreundeter Musiker wie Wolfgang Meyer (Klarinette), José Miguel Moreno (Gitarre), Miklos Perenyi und Roel Dieltens (Cello), Patrick Cohen und András Schiff (Hammerklavier, Klavier).
Inzwischen ist das Quatuor Mosaïques auf den wichtigen Konzert podien Europas heimisch geworden (Musikverein und Konzerthaus Wien, Wigmore Hall in London, Théâtre de la Ville und Maison de Radio France Paris) und Gast bedeutender Festivals:
• in Österreich (Wiener Festwochen, Resonanzen, Salzburger Festspiele, Styriarte, Schubertiade Feldkirch, Mondsee),
• in Großbritannien (Edinburgh, Aldeburgh),
• in der Schweiz (Luzern, Amadeus),
• in Deutschland (Leipzig, Berlin, Bonn, Schleswig-Holstein),
• in Frankreich (Aix-en-Provence, La Roque d’Anthéron)…
Ein besonders interessantes Projekt ist die zyklische Aufführung aller Beethoven-Quartette in ganz Europa zusammen mit den Quartetten Keller, Hagen, Carmina, Vogler und Neues Leipziger.
Für das Label Astrée hat das Quatuor Mosaïques inzwischen eine Reihe von Schallplatten eingespielt von denen viele ausgezeichnet wurden (Gramophone Awards für opus 20 und für opus 33 von Haydn).
Letzte CDs : Beethoven Quartette op. 18 n°1 & 4 (Naïve, 2005). Beethoven Quartette op. 18 n° 2 & 3 (Naïve, 2007).